Eckpunkte des BMG zur Pflegeversicherungsreform

  • Der Bundesverband der Betreuungsdienste (BBD) hat gestern seine Mitglieder über die konkretisierten Eckpunkte des BMG informiert und dort bereits eine große Welle von Unverständnis und Ratlosigkeit ausgelöst.


    Kurz das Schreiben mit den für uns wichtigen Punkten zusammengefasst:


    Aus Kurzzeitpflegegeld und VP-Geld wird Entlastungsbudget in Höhe von jährlich 3.300 €. Klingt für uns super, aber ab dem 1. Juli 2022 steht uns von dem Entlastungsbudget lediglich für std. VP 40 % zur Verfügung, also 1320 € gegenüber jetzt max. 2418 € (1612 € VP + 812 € "50 % aus KP").


    Zudem soll es bei einer Beschäftigung einer 24-Stunden-Betreuungskraft möglich sein 40 % vom Pflegesachleistungsbetrag zur Bezahlung dieser Person umzuwandeln. Da steht analog zu den Angeboten im Alltag. Würde doch heißen: Wir (also die mit den landesrechtlichen Anerkennungen) können nach wie vor bis zu 40 % nicht verbrauchter Sachleistungsbetrag für unsere Arbeit im Entlastungstätigkeitsbereich (§ 45 SGB XI) umwandeln lassen und dann gilt das Motto: "Wer zuerst seine Abrechnung einreicht hat gewonnen, bis der nicht verbrauchte Sachleistungsbetrag ausgeschöpft ist".


    Hier das Schreiben des BMG mit den Eckpunkten zur Pflegeversicherungsreform (Stand 4.11.2020):

    201104_BMG_EckP_Pflegereform 2021.pdf


    Wie sind eure Meinungen dazu?

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